170v.de

 

  Mercedes Galerie - die 170er unserer Forums-Mitglieder

Habt Ihr Fotos von Euren Oldies, die Ihr gerne auf unserer Seite sehen möchtet? Schickt sie einfach per Mail an guenter.scherlinzky@170v.de. Gerne könnt Ihr auch eine Beschreibung zu Eurem Mercy mitliefern. Kleine Info: Die Fotos können durch anklicken vergrößert werden.

Paul Murray (England) - 170 VK Bj. 1940

 

Dieses Fahrzeug, ein 170VK Wehrmachts-Funkwagen, wurde 1953 von der Firma Bachmann in Wien mit Holzkarosserie umgebaut.Das „Woodie“ wurde von einem Gemüsehändler als Lieferwagen benutzt, aber es diente auch in den Sommerferien bis 1963 als Familien- Reisewagen. Dann ist es 40 Jahre lang in der Ecke einer wienerischen Autowerkstatt geblieben. In 2003 wurde das „Woodie“ nach England geliefert und total restauriert. Die ganze Holzkarosserie ist neu, aus Esche und Mahagoni gebaut. 170VK Bastler werden einige Details von dem originellen170VK erkennen.

 

Max Kühne - 220 A-Cabrio Bj. 1953

 

Ich habe vor 3 Jahren den Mercedes 220 AC in Eupen-Belgium von Peter Schmitz gekauft. Von Mercedes-Benz Classic habe ich ein Zertifikat über das Fahrzeug erhalten.
In diesem Zertifikat wird auf geführt :
die Auftragsnummer 424 121,
die Aufbaunummer 182 1300 539/52,
Auslieferungsort und Datum, Mercedes-Benz Niederlassung Düsseldorf,
01.04.1953.
Mehr ist mir nicht bekannt von dem Mercedes-Benz 220 Cabriolet A.

 

Jens Mangold – 170 V A-Cabrio Bj. 1937

"on Tour"

Auf eine 2400 km Tour begab sich Jens Mangold Ende August 2010 mit seinem A-Cabrio.
Von Backnang nahe Stuttgart ging es zunächst nach Eisenach, wo eine zweitägige Oldtimer-Rallye gefahren wurde. Von dort weiter nach Österreich. Die Bilder zeigen (von links nach rechts) den 170er in Eisenach und auf dem 1237 m hohen Pass Thurn zwischen Kitzbühl und Mittersill (war etwas kalt und weiß). Von dort ging es zum Wörthersee. Hier war der 170er vor dem Schloss Hotel in guter Gesellschaft. Die Tour führte das A-Cabrio weiter auf den Gerlitzen, immerhin 1655 Meter hoch. Hier wurde schon mal der 1. Gang benötigt!! Von hier ging´s wieder zurück ins Schwabenländle.
Bis auf einen ausgefallenen Lima-Regler spulte der 170er die Tour problemlos ab.


 

Walter Profanter (Österreich) – 170 V Bj. 1940

Restaurierungsprojekt

Dass ich seit 2007 stolzer Besitzer eines 170 V, Baujahr 1940, bin, ist ja fast ein Zufall gewesen. Ein Inserat, Besichtigung – und seither steht er in meiner Garage. Seit über 20 Jahren steht ja bereits ein Ponton in der Garage. Und zwischenzeitlich kam ein zweiter dazu. Eigentlich waren es mehr, aber die anderen habe ich als Teileträger zerlegt und die verwendbaren Teile gelagert. Jetzt ist es wie bei Kindern, wenn sich bei der Geburt eines weiteren alles nur um das jüngste dreht. Der Unterschied ist nur, dass ein Älterer die Familie vergrößert hat, und ich erwarte schon, dass die anderen Garagenmitbewohner diesem Älteren die ihm gebührende Achtung entgegenbringen.
Der Erwerb eines 170ers war immer außerhalb meiner Reichweite, aber immer schon Objekt meiner Begierde. Umso mehr freue ich mich und möchte an die Restaurierung schreiten.
Was ich bisher über diesen 170er weiß, ist, dass er vom Vorbesitzer von Oberösterreich nach Kärnten geholt wurde und aus Deutschland stammt.

 

Ulrich M. Noller - 170 S - Baujahr 1949

Schon als Kind war ich von Fahrzeugen und insbesondere Autos fasziniert . Erste Berufserfahrungen sammelte ich im Motorenversuch der Daimler-Benz AG in Untertürkheim. Mein Interesse an Kraftfahrzeugen wandelte sich im Laufe der Jahre von Spitzentechnologie hin zu Oldtimern insbesondere der Marke Mercedes.
So entstand die fixe Idee, einen Mercedes-Oldtimer zu restaurieren. Aber wie kommt man an ein altes Schätzchen? Wilderich v. K., ein Oldtimerliebhaber und Sammler machte er mir das Angebot, einen seit vielen Jahren in seiner offenen Remise liegenden 170 S, Bj.49. zu übernehmen und mich bei der Restauration zu unterstützen.
Der Zahn der Zeit sowie Ratten und Mäuse hatten heftig daran genagt und das Auto in einen Schrotthaufen verwandelt. Lack, Chrom und Polster waren hin. Nach meinen heutigen Kenntnissen war der Zustand 5-6 = nicht restaurierungswürdig.
Jede freie Minute verbrachte ich beim Auto und zerlegte es nach und nach in die kleinsten Bestandteile. Dabei vergaß ich nicht jedes Detail zu fotografieren und jede Arbeit zu dokumentieren. Das Sandstrahlen der freigestellten Karosserie machte den Zustand des Autos besonders deutlich. A-Säulen, Längsholme, Bodenbleche, Türen, Kotflügel waren nur noch Fragmente aber ansonsten war das Auto komplett. Ich kannte einen guten Schweißer aus Polen, dem hiermit besonders gedankt sei. Die geschweißten und gegen Rost geschützten Blechteile wurden in einer Scheune trocken eingelagert.
Der ebenfalls gestrahlte Rahmen machte als eines der wenigen Teile einen sehr guten Eindruck. Er wurde lackiert und auch trocken eingelagert. Der Rest des Autos lag sortiert und katalogisiert in meinem Keller und wurde dort an langen Winterabenden gesäubert, überprüft und ggf. repariert. Wenn ich nicht weiter wusste, kannte ich Jemanden, der Jemanden kannte, der mir mit Rat und Tat helfen konnte. Ich war ständiger Gast im Forum.
Das Zerlegen des Motors machte besondere Probleme, da fast alle relevanten Schrauben eine innige Verbindung eingegangen waren und sowohl Hitze, Kälte, Rostlösern und Gewalt standhielten. Erst der Einsatz einer durch die Zylinderkopfdichtung geführten Stichsäge trennte Kopf und Block. Die Kolben waren in den Zylindern festgerostet und wurden mit einem Vorschlaghammer herausgeschlagen. Ich kenne einen ausgewiesenen Motorenfachmann im Unruhestand Jens B. der sich ohne Zeitdruck des Motors annahm. Nach einem Jahr kam er zurück und lief wie neu: Block, Zylinder, Kopf, Ventilsitze, Kurbelwelle geschliffen, neue Lager, neue Kolben, neue Steuerkette, neue Dichtungen.
Nach 4 Jahren waren alle Fahrgestell- und Antriebsteile überholt und ich hatte einen pensionierten Kfz-Meister, Willi R., kennengelernt, der mir beim Zusammenbau des Autos half.
Der Zusammenbau ging zügig voran und am 29.09.08. machten wir nach Einbau neuer Lager, Bremsen, Edelstahlauspuffanlage, Kühlernetz und Leitungen die erste Probefahrt mit dem Fahrgestell.
Mein Nachbar Martin S. hatte Kontakte nach Polen. Er machte den Vorschlag die Karosserie in Polen aufarbeiten bzw. lackieren zu lassen. Nach langem Zögern wurden Karosserie und Chromteile abgeholt und nach ca. 3 Monaten zurückgebracht. Die dokumentierte aus 8 Schichten bestehende schwarze Lackierung wurde auch von hiesigen Fachleuten als hervorragend anerkannt. Das gleiche gilt mit kleinen Abstrichen für die Chromteile, bei denen an den Griffen die Verzahnungen und Passungen mitverchromt worden waren. Hier war Nacharbeit erforderlich.
Am 29.10.09. war Hochzeit. 8 Männer aus der Nachbarschaft setzten die Karosserie aufs Fahrgestell. Dabei auch Martin S. Der kannte in Polen einen pensionierten Polsterer ….
Die Anpassung und Ausrüstung der Karosserie gestaltete sich schwieriger als vermutet. Da wir die Rohkarosse vorher nicht zusammengebaut hatten, klemmte es hier und da. Darüber hinaus passten die neu verchromten Fensterrahmen nicht in die neu lackierten Fensterausschnitte der Türen. Mit Feingefühl und Ausdauer gelang es uns alle Probleme zu lösen. Dann ging das Auto wieder auf dem Anhänger nach Polen zum Polsterer und Elektriker. Der Polsterer baute die Innenausstattung unter Verwendung der mitgelieferten Originalpolsterstoffe (graugrün) anhand von ebenfalls mitgelieferten Fotos fast originalgetreu in hervorragender handwerklicher Qualität wieder auf. Parallel dazu wurde die elektrische Verdrahtung (Kabelbaum etc.) gemacht. Wir waren begeistert als das Auto, zurück aus Polen, in der Garage stand. Winker, Blinker, Warnblinker, Licht alles funktionierte jetzt auf 12 statt auf 6 V . und die Innenausstattung war spitze geworden.
Am 15.07.10 wurde das Auto nach einigen Restarbeiten ohne Beanstandungen vom TÜV geprüft und mit H-Kennzeichen zugelassen.
Mittlerweile ist auch die anfängliche Störung in der Benzinversorgung behoben und das Auto läuft. Jetzt fehlen mir noch die Sonnenblenden, ein rechter Außenspiegel und einige verchromte Schrauben.
Zum Schluss noch allen, die mich mit Rat und Tat und moralisch (meine Frau), unterstützt haben, einen recht herzlichen Dank.

Daten:
DB 170 S, Erstzulassung 12.12.49, Fahrgestell-Nr. 1364002549
3 bekannte Vorbesitzer
Stillgelegt vom 2. Vorbesitzer am 12.12.69
Beginn der Restauration am 15.04.2004
Arbeitsstunden: 2200
Externe - und Ersatzteilkosten: 28 000 €
Abweichungen gegenüber dem Original:
Elektrische Anlage 12 V statt 6 V mit Spannungswandler vor Wischermotor und Kombiinstrument.
Blinker und Warnblinkanlage vorne in umgebauten weißen Positionsleuchten mit gelben Lampen und hinten in entsprechend umgebauten Originalrückleuchten. Winker mit 12 V Wicklung.
Himmel aus hellgrauem Velourstoff statt graugrünem Wollstoff. Teppichboden statt Gummimatten.
Gürtelreifen 185 R 15 statt Diagonalreifen. Radkappen vom Ponton.

 

Forumstreffen 2010 auf dem Haigern bei Heilbronn

Mit dem Haigern/Flein bei Heilbronn hatten wir einen idealen Platz für unser Forumstreffen 2010 gefunden. Herrlicher Sonnenschein, gute Laune allüberall....was will man mehr. Diesmal bekamen wir Besuch aus der Schweiz, aus Holland, aus der Slovakei und, einen Tag zu spät, aus Dänemark. Ich denke es war eine "runde Sache", die man wiederholen sollte.

Im Forum unter "Smalltalk" sind zahlreiche Fotos vom Treffen online.

 

Mercedestreffen in Engfurt (Bayern) 2010

Alte Mercedes-Benz der 30er, 40er und 50er Jahre trafen sich in Engfurt. Vier Wochen Sonnenschein und dann „starker Regen“ waren für den 1. und 2. Mai angesagt. Wir hatten Glück, während es rundum regnete, schien bei uns am Sonntag fast ständig die Sonne. Leider trauten viele Eigner hochwertiger Fahrzeuge dem Wetter nicht und meldeten sich ab. Dennoch fanden über 50 Fahrzeuge den Weg nach Engfurt und alle wollen nächstes Jahr wieder kommen. Die Palette der Fahrzeuge reichte vom 230-W143, 230-W153, 170V, 170S, 220-W187, 180, 190, 220s, 300SL und wenige neuere bis zum SLR McLaren. Unser Hobby verbindet, aus dem Bergischen Land, Allgäu, Sachsen, Linz, aus der Oberpfalz, und, und …. kamen die Teilnehmer.

Es grüßt aus Oberbayern

Alfred

 

Albert Lehninger (Österreich) – 170 S-D Pritsche Bj. 1957

Seit ich klein war, wollte ich immer schon Mechaniker werden. Stellte sich nun die Frage: in welchem Autohaus möchte ich arbeiten ? Natürlich bei Mercedes.
Nach der Lehre blieb ich dort, wo ich teilweise Oldtimer warten durfte, und die 170er mein Herz eroberten.
Eines Tages sah ich den Wagen meiner Träume.
Gesagt, getan. Nach einer Stunde verhandeln (65.000.- gute alte Schilling) fuhr ich mit meinem neu erworbenen Schatz nach Hause.
Zuhause angekommen,( meine Frau wusste noch nichts von ihrem Glück) fragte sie mich, wem dieses Auto eigentlich gehört???
Nach drei Jahren intensiven Schraubens und Fertigstellung des Wagens konnte meine Frau nun auch wieder richtig lachen.
Zur Restauration:
Der Wagen wurde komplett zerlegt, Karosserie wurde vom Rahmen getrennt.
Dann wurde das Auto zum Sandstrahler gebracht, wo auch später die Wahrheit ans Licht kam.
Nach Fertigstellung der Karosse (meinen Vater ein großes DANKE) und zusammensuchen der Ersatzteile war das Schlimmste erledigt.
Es wurden ca. 1900 Arbeitsstunden und rund 17.000 Euro investiert.
Nun zum Auto : Baujahr 29.10.1957
: Fahrgestell Nummer 136 185 550 15 06
: Motor Nummer 636 931 550 17 45
: Hubraum 1767 Liter
: Motor Diesel 40 PS
: Eigengewicht 1360 kg
: Zulässige Bel. 580 kg
: Zulässiges Ges. 1940 kg

 

170er Treffen in Holland bei Arnheim am 6.September 2009

Nach dem gelungenen Treffen in 2008 hatten wir am Sonntag dem 6. September 2009 das zweite 170er Treffen in der Nähe von Arnheim (NL).
Die Fahrzeugen sammelten sich erst um 11.00 Uhr, um Mitcho Zeit zu geben, seinen schönen 200-er gut von Hameln nach Spankeren zu fahren. Neben 23 holländischen 170ern sind auch noch zwei andere deutsche Freunde, Hans (mit einem MB 260 D ) und Jürgen, zum Schloss de Geldersche Toren angereist. Neben viel Benzin- und Dieselgesprächen ist so ein Treffen auch immer gut, um andere Gleichgesinnte kennen zu lernen und dabei eine Tasse Kaffee zu genießen. Um 12.15 ging es dann auf die Rundfahrt durch das schöne Holländische Land. Die Route führte wieder durch viele kleine Dörfer, grüne Wiesenlandschaften und viel Wald.
Eine Mittagspause in Bronkhorst, eine sehr alte Stadt (und gleichzeitig eine der kleinsten Städte Hollands), war eingeplant. http://www.kleinstestadvannederland.nl/ Sie gehen hier zurück in der Zeit von Charles Dickens und es gibt hier auch ein Dickens Museum. Danach ging es weiter mit der Fähre über die IJssel zum Ziel unserer Rundfahrt, wo ein gute Grillmahlzeit auf uns gewartet hat.
Die Fahrt verlief für alle Teilnehmer problemlos, das Pannenhilfefahrzeug ist dieses Jahr unbenützt geblieben und jeder war sehr zufrieden. .Um 17.30 war dann leider wieder Schluss und es dauert nun wieder ein Jahr bis zum nächsten Treffen in Holland. Falls Ihr noch Lust auf weitere Fotos habt, schaut mal hier rein: http://www.mbchassisclub.nl/

Es grüßt Euch Jan

 

Jürgen Zell -- 170V, 2-türig -- Bj. 1936

Ich restauriere gerade meinen 170er Bj. 1936, ein absolutes Schnäppchen, weil das Holz komplett i.o. ist und ich keine Schweißarbeiten durchführen muß. Arbeit ist trotzdem genug, sind gerade am Polstern. Hier mal eine Kurzbeschreibung zum Fzg. Das Fzg. wurde am 19.08.1936 zur Niederlassung nach Hamburg geschickt. Der Erstbesitzer stammt aus Berlin. Nach den Kriegswirren in 1945 nahm ein Polnischer Offizier das Fzg. mit nach Polen (am Kühler sind noch Wappen aus Polen) Mitte der 50er Jahre wurde das Fzg. als Teetransport getarnt in einem LKW in die DDR geschmuggelt und lief dort bis Ende der 70er. Von da an verweilte er in einer zum glück trockenen Scheune. Dort aufgetrieben und an mich im Dezember 2008 weiterverkauft. Dar Wagen ist inzwischen fertiggestellt.

 

Hans-Günter Lipski--MB 170 S Cabrio A--Baujahr 1950

Fahrzeug-Typ Mercedes-Benz 170 S, Cabrio A (Zweisitzer mit Notsitz)
Baujahr 1950 (Ausgeliefert 24.06.1950)
Leistung 52 PS bei 4.000 U/min
Hubraum 1.767 ccm, 4 Zylinder
Höchstgeschwindigkeit 122 km/h
Zulässiges Gesamtgewicht 1530 kg
Kraftstoffverbrauch 9-10 ltr./100 km
Anschaffungspreis 1950 DM 15.800,-- (für ca. DM 12.000,-- bekam man damals ein Einfamilienhaus) Sonderausstattung Radio Becker Solitude (Original Röhrenradio von 1950)

Von diesem Typ wurden nur 824 Stück hergestellt, meiner im Jahr 1950 mit der Nr.241, und am 24.Juni 1950 direkt vom Daimler-Benz Werk in Stuttgart an den ersten Besitzer, den Sportreporter u. Schriftsteller Rolf Wernicke, nach Konstanz ausgeliefert. Der Wagen ging durch mehrere Hände. Die letzten vier Besitzer sind bekannt. Vom vorletzten Besitzer wurde er am 25.11.1971 in Hannover abgemeldet. Dann stand er ca. 31 Jahre unentdeckt in einer Scheune in der Nähe von Hannover.
Am 15.Juli 2002 habe ich das A-Cabrio wieder ans Tageslicht gebracht und in ca. 6 Jahren restauriert.

Ich habe mir vorgenommen, eine entsprechende Liste dieses Typs zu erstellen und evtl.DB und den Clubs und Foren zur Verfügung zu stellen. Wer hilft mit? Kontakt bitte unter vetteran49@gmx.de oder 0151-22 85 7654

 

Noch mehr Forumsmitglieder in Ilsfeld 2009

erstes Foto links Heribert Hofner, rechts Kurt Pfersich

zweites Foto von links Thomas Schwarzbeck, Manfred Breitenlohner, Alfred Wölkl, Jens Mangold

drittes Foto von links: Erich Seyb, Uli Messer, Günter Scherlinzky

viertes Foto: Nick Schwarzbeck (Ihr habts bemerkt, er sitzt im Auto von Jens)

Es gibt natürlich noch weitere Fotos, das würde aber hier den Rahmen sprengen. Ich bitte um Verständnis

 

Forumsmitglieder in Bockhorn und Ilsfeld 2009

In Bockhorn trafen sich

von links nach rechts: Maulu (Mitcho Warmer), Friese (Kalle), roadster (Jan Bosman), Schulle (Christian Schulz), Zigeunerbaron (Jürgen Warrink)

in Ilsfeld dabei

zweites Foto links Martin Barthau, re. Erwin Wild

drittes Foto von links: E.Wild, Kurt Pfersich, ganz rechts Claus Petersen

viertes Foto von links: Karl Holzapfel, Georg Leitenberger, Alfred Wölkl

 

Forumstreffen in Ilsfeld am 11. und 12. Juli 2009

Hallo Freunde unseres Forums,
ich denke der zweite Anlauf eines Forumstreffens im süddeutschen Raum ist recht erfolgreich verlaufen. Trotz teilweise starken Regenfällen in Raum Süddeutschland, die jedoch im Laufe des Vormittags gänzlich aufgehört haben, sind letztlich doch siebzehn 170er nach Ilsfeld gekommen. Ein A-Cabrio, ein B-Cabrio, drei OTPs, der Rest querbeet von Vorkriegs „V“ bis zu div. „“S“.
Ok, es waren noch andere Mercedesse da, z.B. Ponton, Adenauer und Heckflosse, SLs….
Wir hatten ja schon am Samstag davor speziell für die weit Angereisten, die in Ilsfeld übernachteten, einen Schrauberabend auf einer alten Ritterburg organisiert. Immerhin hatten sich dort über zwanzig Mercedes-Fans recht gut unterhalten. Wie ich gehört habe, sollen einige 170er Freunde spät abends noch in einem Weinwirtschäftle getestet haben, ob deren Wein noch besser ist als der im Burgrestaurant…..
Einige der Forumsmitglieder, deren 170er derzeit nicht fahrbar ist oder denen die Anreise mit dem Oldie zu weit war, haben für nächstes Jahr die Anreise mit dem 170er angekündigt.

Weitere Fotos findet Ihr unter http://www.oldtimertreff-bei-atze.de/

Es grüßt Euch

Günter

 

Jochen Herbert -- 170 Va -- Bj. 1950

Jedes Auto hat seine Historie. Sollte es haben. Gerade in Zeiten einer
Wegwerfgesellschaft und einer "Abwrackprämie" ist die Rückbesinnung auf das alte Auto als Kulturgut so notwendig. Nach den 30 -er Jahren des vorigen Jahrhunderts, in denen kleine und kleinste Autobauschmieden um den Rang der höchsten
Fahrzeugingenieurskunst wetteiferten, sind uns wenige Firmen nach den Kriegen und den Wirtschaftsdepressionen übrig geblieben.
Dazu zählt nicht zuletzt der im Vorkrieg so erfolgreiche, und der nach 1945 weiter gebaute und weiterentwickelte Mercedes 170 V. Die "170V-Kutsche" wurde
erst aus Restbeständen der Daimler-Benz-Werke wieder gefertigt und dann
kontinuierlich weiterentwickelt bis andere Modelle heranreiften, die dem
beginnenden Stolz des "Wirtschaftswunders" entsprachen. Aus dieser Zeit stammt mein Auto, der MB 170Va Bj. 7/1950.
Seit meiner Schulzeit hatte ich engen Kontakt mit diesem "bescheidenen" Auto; ein Auto "für die kleine aufstrebende Familie". Zum Neid aller Mitschüler hatte mein bester Freund von seinen Eltern, begüterte Bernkasteler Weingutsbesitzer, einen MB 170VbD geschenkt bekommen. "Unwichtige Schulstunden" schwänzten wir fortan heimlich und fuhren stattdessen 1958/59 ins benachbarte Köln, um "wertvollere Dinge fürs Leben" kennen zu lernen. Nebenbei kann sich jeder vorstellen, dass wir unter den Teenagerinnen als Autobesitzer eine nicht unbedeutende Auswahl an Verehrerinnen hatten. Was uns letztlich auch Ärger auf der „gesellschaftlich gehobenen“ Schule einbrachte und manchen schweren Gang vor den Direktor nach sich zog...Diese Jugenderinnerung ließ mich mein Leben lang nicht los.
Nach einem Blitzstudium in Chemie und Pharmazie nahm mich der Aufbau meiner
Apotheke und die neu gegründete Familie so in Anspruch, dass auf Jahre hinaus an den Besitz eines MB 170 V nicht zu denken war. Stattdessen lag ich manchen Sonntag unter meiner BMW Isetta 300, die ich später leider verkaufte. Es folgte ein 9-jähriger Besitz einer "Ente" (Citroen 2CV). Nach einer "Ford-Badewanne 17 M" kaufte ich mir – nun gesättigter geworden - einen MB 280, den ich 18 Jahre fuhr (sehr gutes Auto!).
Erst 1997 konnte ich wieder an meinen Jugendtraum anknüpfen, und mir einen
MB 170 Va kaufen. Dieser wurde 1950 an ein Autohaus in Brüssel ausgeliefert, kam über Umwege nach Holland, von wo das arg heruntergekommene "Schätzchen" ein Deutscher kaufte. Über eine Kleinanzeige kam ich an den deutschen Restaurateur, der die Aufbauarbeiten abgebrochen hatte. Dieses Schnäppchen schien mir ein lohnendes Objekt zu sein. In 2-3 jähriger mühseliger Aufbauarbeit machte mein KFZ-Ingenieurs-Freund und ich aus dem "Unvollendeten" die jetzige „Pracht“. Gott Lob war (ist) mein Freund ein penibler Mechaniker, der alles unbedingt original haben musste. Motor, Getriebe, Interieur...alles ist bis auf jede Schraube möglichst originalgetreu, wie es sein sollte, wieder zur ansehnlichen Vollkommenheit zusammengefügt und wieder fahrbereit.
Das nun seit 6- 7 Jahren alltagstaugliche Auto bedarf großer Mühe, um auf
passablen Stand gehalten zu werden. Da ist mal ein Achslager undicht, mal
muss der Vergaser gereinigt werden. Aber last but not least, der kleine
Schuljunge von 1959 hat endlich sein Traumauto und ist so stolz wie damals,
wenn er mit Frau und Kindern oder Enkeln als "Hingucker" (besser:
Hinbeguckter) sich in das moderne Verkehrsschlamassel genüsslich
einreiht...und Fahrten unternimmt, von denen er ein nächstes Mal berichten wird.

 

M. Warmer -- MB 200 lang W 21 -- Baujahr 1936

FAHRZEUG - BESCHREIBUNG
Hersteller: Daimler - Benz
Modell / Typ: 200 lang W21
Produktionszahlen: 1934: 941 ; 1935: 3801 ; 1936: 1599
Gesamtproduktion: 6341 Stück; Preis: 5700 - 5875 RM
Baujahr: 24.01.1936, Erstzulassung: 10.02.1936
Motor: W 21 Hubraum: 1962 cm²
Zylinderanzahl: 6 Anordnung: Reihe
Leistung: 29 kW / 40 PS bei 3200 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
Besitzer: Dr. M. Warmer, Hameln

Die Karosserie wurde am 24.1.1936 mit der Reichsbahn von Sindelfingen nach Untertürkheim zur „Hochzeit“ verfrachtet. Am 3.2.1936 erfolgte die Auslieferung an die MB-Verkaufsstelle Hoeppner & Zehnthoefer in Königsberg. Hier wurde das Fahrzeug als Vorführwagen zu einem Neupreis von 5700 RM (mittl. Monatslohn 125 RM) dem Publikum vorgeführt. Der Mietwagen-Unternehmer Willy Lemke hat es hier erworben und 5 Jahre in seinem Unternehmen gefahren. Am 22.6.1941 hat die Deutsche Wehrmacht dieses Fahrzeug mit seinem Besitzer Lemke dienstverpflichtet. Sie mussten im Rahmen der Organisation Todt hinter der Wehrmacht bis auf die Krim herziehen. Für eine Motorreparatur durfte Herr Lemke im September 1944 wieder nach Königsberg zurückreisen. Die Stadt war inzwischen total zerstört, dennoch gelang ihm die Motorinstandsetzung. Unter dem Vorwand, dringend Ersatzteile aus Hamburg holen zu müssen, schickte er seine Frau mit gefälschtem Fahrbefehl in den Westen. Sie gelangte bis Helmstedt, wo sie später ihren Ehemann wieder traf.
Beide gründeten hier in 1954 eine Kohle- und Brennstoffhandlung. Der Benz wurde in der Lagerhalle abgestellt und über 20 Jahre nicht berührt. Mitte der 70er Jahre hat Herr Dr. Reinke aus Braunschweig das Fahrzeug erworben und liebevoll in ca. 15 Jahren totalrestauriert.

 

170er Treffen in Holland bei Arnheim im September 2008

Am Sonntag dem 7. September hatten wir ein 170er Treffen in der Nähe von Arnheim (NL)
Bereits am Samstag Abend habe ich den ersten 170er bei einer Tankstelle „aufgelesen“, einen weiß/braunen „S“, Es war unser Oldtimerfreund Reimar (Iphigenie). Selbstverständlich habe ich ihn wohlbehalten am Campingplatz abgeliefert
Auch am nächsten Morgen um 9.30 war Reimar wieder der erste am Treffpunkt. Ich musste ihn zuerst mit einer Tasse heißem Kaffee wieder „auftauen“, denn es war in der Nacht wohl ein bisschen kalt gewesen in seinem Zelt. Kurz danach sind auch die anderen Teilnehmer angereist.
Morgens hatten wir einen Teilemarkt organisiert, der allgemein auf großes Interesse stieß.
Nach der Mittagspause ging es dann auf die Rundfahrt über den holländischen Gebirgszug „Postbank“ (eines von wenigen Gebirgen in Holland). Die Route führte durch viele kleine Dörfer und durch eine herrlich grüne Wiesenlandschaft. Unterwegs hatten wir einen Halt an einer alten Papiermühle eingeplant. Die Mühle wird durch eine alte Dampfmaschine angetrieben, ein technisches Sahnestückchen.
Danach ging es weiter zum Ziel unserer Rundfahrt, wo eine sehr gute Grillmahlzeit auf uns gewartet hat. Trotz einigen Regenschauern verlief die Fahrt problemlos, und jeder war sehr zufrieden. Man konnte mal wieder den ganzen Tag ausgiebig Benzin- und Dieselgespräche führen und diskutieren.
Um 17.30 war dann leider wieder Schluss und es dauert nun wieder ein Jahr bis zum nächsten Treffen in Holland. Falls Ihr noch Lust auf weitere Fotos habt, schaut mal hier rein: http://www.mbchassisclub.nl/
Es grüßt Euch Jan

 

Michael Schott -- 170 Va -- Bj. 1950

Diesen 170 Va Bj. '50 erwarb ich 1972 von einem Berliner Musiker aus Zweitbesitz. Der Wagen war schon etwas angegammelt, das sah man aber nicht so eng. Die meisten Mitmenschen reagierten zumeist heiter auf den "langhaarigen Gammler mit seiner 20 Jahre alten Karre".
Nur auf dem Kurfürstendamm - mit ein paar Hippie-Schönheiten im Fond - brüllte uns einmal ein Taxifahrer mit Ur-Berliner Schnauze an : "Ja, ja ! Haschisch, Mao und Porno.. ! Das ist heute unsere Jugend ! .. Und dann auch noch mit dem Wagen von meinem Major unterm Arsch!. Ich könnte glatt kotzen". Nachdem wir uns die Lachtränen aus den Augen gewischt hatten, war klar: Dieser 170er ; das wird eine lange Freundschaft... Und nun sind es ja auch schon 36 Jahre !Da ich damals stets knapp bei Kasse war, kam Wartung und Fahrzeugpflege aber meistens zu kurz.. Und so verwunderte es auch kaum, daß die 'Karre' immer mal wieder 'Aussetzer' präsentierte. Es fiel - nach Fehlzündungen - auch schon mal der Auspuff ab .. Und es platze in voller Fahrt auch mal ein (Heizungs-)Wasserschlauch, was dann zu indianischen Rauchzeichen aus dem Mercedes-Stern-Kühlerverschluß führte. Dank eines Garten-Wasserschlauches und der Hilfe einer Berliner Polizeistreife, die das Auto - dampfend wie eine Lokomotive - ( mit Blaulicht ! ) zur nächsten Berliner Plumpe (öffentl. Wasserpumpe) eskortierte, waren Probleme aber oft auf heitere Weise gelöst.. Hier paßte der Kühler z.B. genau unter den schmiedeeisernen Wasserhahn und auch die Uniformierten halfen beherzt den Kühler wieder vollzupumpen.

2 Jahre später hatte ich den Wagen dann im Winter erst einmal abgemeldet. Doch kaum war der Frühling da, da war die Garage natürlich auch schon wieder auf.. und die 1. "Probefahrt" stand an. "Nur mal kurz um den Block".. (auch wenn die Karre noch gar nicht wieder angemeldet war) ...
Diese Ungeduld sollte sich - im "Deutschen Herbst der 70er" - aber gleich auch nachhaltig rächen: Mitten hinein in eine RAF-Fahndung, Scharfschützen in Stellung, SEK, ... Festnahme mit gezogenen Pistolen und Beschlagnahme des "Tatwerkzeugs Mercedes 170" . Anschließend gründliche Durchsuchung des Fahrzeugs nach Waffen und Sprengstoff und anschließend Rollkommando ins Haus meiner Eltern ! Hätte ich das Auto bloß nicht ohne Anmeldung "probegefahren" !

Aber so hatte ich immer Erlebnisse mit dem Wagen, die ich nie vergessen werde.. wie auch die schönen Reisen nach Italien und Amsterdam.. ( natürlich ganz legal und alles zugelassen ).
Meine Frau hatte sich damals auch tatsächlich 'zuerst in das Auto' verliebt, wie sie mir nun auch nach über 30 Jahren "gestanden" hat. Und diese Liebe sollte dann auch ihren Niederschlag finden, als es ab dem Jahr 2000 um die jahrelange Restauration ging, bei der auch ihr handwerkliches Können bei der Innenausstattung sehr gefragt war.
Doch der Anfang des übermütigen Total-Zerlegens verlief dann erstmal recht holperig, da kurz danach die Halle gekündigt wurde und das halb-zerlegte Auto nun jahrelang von einer (Not-)Unterkunft zur nächsten flüchten mußte, weil immer wieder Garagen abgerissen wurden, zu feucht waren oder als 'Teilespender' falsch verstanden wurden.

Doch irgendwann konnte ich doch endlich mal " Inventur" machen und nach Überholung des Motors in einem Fachbetrieb kam es hier dann auch schon mal zum "selbstfahrenden Fahrwerk" .. auf Holzbrett... und mit zwei Feuerlöschern !! Die Karosseriearbeiten mußten aber dann noch warten... Leider hatte ich dann bei der Wahl des "Meisterbetriebes für Oldtimer und Karosseriebau" dann auch nicht gleich das große Los gezogen : Ein kleiner Betrieb in Berlin-Schöneberg , der einen durchaus liebenswürdigen Chef hatte (mit einen alten Citroen Traction) kam mit dem hölzernen 170Va anscheinend nicht klar... und warf nach teilweise aberwitzig anmutenden Grundmontagen das Handtuch, sodaß anschließend vieles noch einmal komplett zerlegt und erneuert werden mußte. Aber auch der 170 Da im Mercedes-Benz-Museum Stuttgart , der mir als Detail-Fotovorlage bei der Restauration diente war nicht nur von Vorteil: Hätte ich z.B. gewußt, daß man die Türverkleidungen eigentlich ab Werk gar nicht so aufgeschraubt hat, sondern unsichtbar durch den Stoff 'durchnagelt', so hätte auch ich bestimmt vieles besser gemacht... Man lernt eben auch immer dazu.
Seit 2002/2003 ist der Wagen jedenfalls wieder auf der Strasse, hat gerade nach Vorderachs- u. Bremsenüberholung neuen TÜV bekommen und was will man denn mehr ?!

 

Erstes Forumstreffen in Ilsfeld am 13. Juli 2008

Das erste Forumstreffen fiel zwar nicht ins Wasser, hat aber doch etwas unter den teilweise heftigen Regenschauern gelitten. Nach zögerlichen Anmeldungen waren zum Auftakt immerhin acht Autos erschienen. Ein neunter kam am späten Nachmittag noch dazu. Die weiteste Anreise hatte Mitcho (Maulu). Er hatte im Vorkriegs–170V zusammen mit seiner Frau Edith die 500 km Anreise von Hameln nach Ilsfeld auf sich genommen – Respekt!. Unsere Freunde aus dem Hessischen waren schon am Samstag Abend angereist und haben auf Atzes Gelände gezeltet.

Wir hatten bekanntlich das Treffen an den allmonatlichen „Atze-Treff“ (http://www.oldtimertreff-bei-atze.de/ ) angehängt. Dies bot sich an, weil eben an diesem Sonntag im Anschluss an das Treffen eine Ausfahrt zu einem Weingut im schönen Zabergäu geplant war. Den Abschluss bildete abends ein gemütliches Beisammensein an Atzes Grill. Die Forumsmitglieder beteiligten sich rege an dem Programm, wenngleich die beiden OTP-Fahrer nach einem sehr heftigen Regenguss statt zurück zum Atze-Gelände zu fahren lieber den Heimweg antraten. Wer will ihnen das verdenken! Der Regen hörte morgens zum Auftakt pünktlich um 10:00 Uhr auf und hielt sich bis zur Abfahrt am Weingut Sommer in Haberschlacht zurück. Aber dann kam´s stellenweise „dicke“.
Alles in Allem dürften die Besucher zufrieden den Heimweg angetreten haben.

 

Treffen mit unseren Freunden vom Rahmen Club der Niederlande am Museum in Sinsheim

Jedes Jahr fahren unsere Holländer an Pfingsten mit ihren Oldtimern zum Mercedes Treffen nach Ladenburg. Dabei wird am Freitag schon eine Ausfahrt organisiert, die unsere sieben Liebhaber der Mercedes 170er Baureihe diesmal zum Museum Sinsheim führte. Diese Gelegenheit habe ich genützt, Jan und seine Freunde einmal persönlich kennen zu lernen. Leider stand mir nur wenig Zeit zur Verfügung.

 

Wieghart Greff -- 170 SD Bj. 1954

Ich war schon seit ich laufen kann immer etwas autoverrückt. Habe auch viel an Autos herumgebastelt. Dies hatte sich auch in unserer Fa. herumgesprochen.
Eines Tages sprach mich ein Firmenkollege an, dass die Mutter eines Freundes beim Aufräumen ist und in einem Schuppen noch ein altes Auto steht, ein Mercedes: "so einer mit Scheinwerfer auf den Kotflügeln".
Das hatte mich irgendwie neugierig gemacht. Ich war zwar kein großer Freund dieser Marke, mir waren flache, sportliche Wagen immer lieber, aber irgendwie war ich neugierig geworden.
Also hin, dort geklingelt, wir gingen durch eine hintere Tür in einen Schuppen, dort stand unter Bergen voll Mülltüten und Teilen ein großes schwarzes schmutziges etwas. Genau ansehen konnte ich das Fahrzeug ja nicht, es gab kein Licht. Aber es gab noch eine großes Tor, das geöffnet werden wollte. Ein Schloss gab es nicht, aber einen Riegel, der seit ca. 30 Jahren nicht mehr betätigt wurde. Mit viel Caramba und einigen Hammerschlägen haben wir Ihn dann zur Mitarbeit überredet.
Die Tore öffneten sich und da stand er, ein alter Mercedes Typ 170 SD Bj 1954 mit einer 30 Jahren alten Schmutzschicht. Die Alte Dame erzählte mir, dass Sie das Auto als letztes in den Schuppen gefahren hatte, und das war 1976.......
Der Oldie sah aus wie Schneewittchen das wachgeküsst werden wollt, also kaufte ich Ihn und habe es bis heute nicht bereut.
Ich habe viel Schweiß, Arbeit und Geld in das Auto investiert aber, dass ein Auto mit 40 PS soooo viel Spaß machen kann hätte ich nicht gedacht.
Das Fahrzeug befindet sich in einem fast absoluten Originalzustand. Nur die Stoßstangen und die Kühlermaske sind neu verchromt. Und die Gummimatte sind beim rausnehmen zerbröselt. Die sind jetzt durch einen Teppichboden ersetzt.
Jeden falls hat alles geklappt, seit 4 Jahren fahre ich wenn möglich mit meinem Oldie. Die letzten Jahre ca. 22.000 Km.

Im Sommer 2009 wurde der S-D nach Schleswig-Holstein verkauft.

 

Forumsmitglieder beim

"Oldtimertreff bei Atze" in Ilsfeld

Die Forumsmitglieder Karl Holzapfel, Erich Seyb, Wieghart Greff, Günter Scherlinzky, Dr.Armin Buresch, Erwin Wild und Claus Petersen besuchten den "Oldtimertreff bei Atze" in Ilsfeld. Das Treffen findet vom März bis Oktober jeweils am zweiten Sonntag des Monats statt.

 

Jan Diekmann -- 170 Db -- Bj. 1953

Mein 170er-Diesel „Innenlenker“ ist zunächst als Werkswagen im Werk Untertürkheim gelaufen. Vermutlich waren diese schon damals „altmodischen“ Vorkriegskonstruktionen nur noch schwer abzusetzen. Kam doch schon im Herbst 1953 der 180er-Ponton zu den Händlern. So kam es, dass die Firma Gottlob Rothfuß Säge- und Elektrizitätswerk, Mühlhausen/Thäle nur 7200,- DM für das leicht gebrauchte Auto zahlte. Die Liste der mitgelieferten Sonderausstattungen ist lang: Heizungs- und Belüftungsanlage, Überzüge, 2 Aschenbecher, 2 Kleiderhaken, D-Schild beleuchtet,1 Nebellampe, 1 Sonnenblende, Kühlerjalousie und Frostschutzfüllung. Lt. Rechnung wurden sogar 5 Reifen der Größe 5.50-16 mitgeliefert.! Der Sohn des Herrn Rothfuß griff bei meinem Besuch bei ihm nur kurz in sein Aktenbord – und schon hatte er die wichtigsten Unterlagen meines Altautos parat. Aus den beiliegenden TÜV-Unterlagen konnte ich dann, ähnlich wie bei Krankenakten den allmählichen Niedergang des Fahrzeuges verfolgen. Bis zum Exitus am 9.12.1968. Auf dem Dokument war lapidar vermerkt: „verschrottet“

Erst 1978 hat ein Oldtimerhändler das Wrack aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und an einen Bastler weiterverkauft. Der ließ sich jedoch auch noch viel Zeit, sodaß das Dieselroß erst im April 1986 in steingrauer Farbe wieder auferstanden ist. Der nächste Besitzer steckte 20.000 Mark für schwarze Lackierung und diverse Kleinigkeiten in das Auto. Fuhr in 5 Jahren nur 2.000 km und verkaufte den Wagen für DM 29.000 an mich.

Nun begann eine Zeit mit vielen „Ups and downs“
Ups:
Schön ist es immer wieder für mich diese „barocken Formen anzuschauen. Das erinnert dann an Rubens oder eine vollschlanke Frau. Auch der Startvorgang hat es mir angetan, nach der Dieselgedenkminute hört sich der Anlasser wie ein Quirl an der in zähen Hefeteig getaucht wird. Dann die ersten Zündungen – so hart wie Schmiedehämmer die unkontrolliert auf einen Amboss eindreschen. Und – falls alles klappt – dieses Geräusch archaischer Technik: Naff, Naff, Naff… Die Gespräche mit den Fans unterwegs sind eigentlich immer gleich und trotzdem schön: War mein erstes Auto – hatte meine Vater/Opa – drauf gelernt etc. Im Gegensatz zu anderen alten Autos, können sich viele mit diesem Fortbewegungsmittel des Wirtschaftswunders noch identifizieren.

Downs:
Als Nichtschrauber habe ich natürlich auch, vor allem finanzielle Downs erlebt: Motorschäden die von sogenannten „Spezialisten“ ohne nachhaltigen Erfolg behoben wurden – Elektrische Probleme – Reifenschäden – Anlasserabbruch –defekte Bremsen – zu große Nummernschilder und aufwändigen Neubau des verpfuschten Heckbereiches.

Ein (ASC)Clubfreund bemerkte jüngst, daß ein Oldtimer erst beim Cabrio beginnt. Diese etwas arrogante Bemerkung hat mir zu denken gegeben Zwar habe ich mittlerweile ein Golde-Schiebedach einbauen lassen, aber für den Sommer wäre eine 170-Cabrio eigentlich eine schöne Ergänzung meiner „Sammlung“ Wichtig im Leben ist, das man noch Träume hat – vielleicht wird’s ja nochmal was damit!

 

Erwin Wild -- 170 Da/OTP -- Bj. 1951

und seine jährlichen Urlaubsfahrten

Der traut sich was, der Erwin Wild mit seinem OTP samt Eriba"Puck" Wohnwagen. Fährt einmal in die Normandie, dann ins schweizerische Wallis, um dann die alte Gotthard-Passstrasse hochzuklettern. Auch der begleitende 911er soll es geschfft haben !! Solche und ähnliche Touren stehen bei Erwin jährlich auf dem Programm. Hut ab, mein Freund !! Ich wollte Euch, liebe Freunde unseres Forums, diese Schmankerl nicht vorenthalten.

 

Oliver Hesse -- 170 D OTP -- Bj. 1951
 

Ich habe schon immer von einem Mercedes Cabrio in Vorkriegsoptik geträumt. Und als Begeisterter Dieselfahrer kam für mich ein Angebot eines Holländischen Händlers über ein 1951er 170 D OTP zur Rechten Zeit. Das Fahrzeug wurde beim Bundesgrenzschutz in Mannheim eingesetzt und von einem Amerikanischen Sergeant der in Deutschland bis 1965 stationiert war bei Eintritt in den Ruhestand gekauft und per Container mit nach Pennsylvania genommen. Dort wurde er erst rot lackiert und ca. nach 10 Jahren restauriert und in den Farben schwarz weiß lackiert. Der Amerikaner starb ca. 1990 und seitdem stand das Auto in der Garage der Witwe des Soldaten. Als die Frau dann starb verkauften es die Erben an einen Amerikanischen Oldtimerhändler welcher es 2005 bei ebay USA zum Verkauf anbot. Dort erwarb es der Holländische Händler für 15.500 US Dollar und brachte es im Container zurück nach Europa, wo ich es dann kaufte.
Momentan habe ich das Fahrzeug komplett zerlegt und wage mich an die Restaurierung. Deshalb nutze ich das Forum um immer wieder Fragen zu stellen und Dank der Mitglieder dieses Forums immer wieder einen Schritt weiter zu kommen. Wenn ich irgendwann einmal fertig bin, werde ich wieder Bilder zusenden.


 

Claus Petersen -- 170 SD -- Bj. 1953

Den 170 S-D, Bj.53 kaufte ich 1983, schweißte ihn irgendwie durch den Tüv und bewegte ihn 2 Jahre. Nachdem er dann mit krankem Motor abgemeldet wurde, vergingen 8 Jahre bis ich mich des Projekts wieder annahm. Es wurde eine Totalrenovierung daraus mit umfangreichen Schweißarbeiten, dem Einbau eines Stoffschiebedachs aus dem Ponton und natürlich einer Motorüberholung. Dass ich mittlerweile 2 Meisterprüfungen im KFZ Bereich absolviert hatte und Erfahrungen mit anderen Oldtimern gesammelt hatte, kam der Sache entgegen. Insgesamt ist es jedoch, wie wir alle wissen, ein recht schrauberfreundliches Auto nach dem Motto: Vermeide Dramen, wähle Rahmen. Seit 1995 ist er wieder zugelassen und begleitete uns auf mehreren Urlaubsreisen auch ans Mittelmeer.

Im Jahr 2007 kam noch der Traum des Dieselfahrers, ein 170 OTP dazu. Dessen einzige Schwachstelle, der verschlissene Motor, ist gerade in Arbeit. Die Reisen mit dem Diesel sind mit 2 Fahrrädern auf der Anhängerkupplung ein reines Vergnügen. Vielleicht erwähnenswert ist, dass der OTP die letzten 35 Jahre in Frankreich verbracht hat.

 

Mirko Müller -- 170 DS -- Bj. 1953

Im April 1953 wurde mein 170 DS nach Schwaigern an eine Transportfirma ausgeliefert. Danach ging es weiter nach Heilbronn (1964). Allein hier wechselte er dreimal den Besitzer. Im Jahre 1979 wurde das Fahrzeug dann in Eberbach in katastrophaler Weise "restauriert" ( bis zu 4 Bleche wurden an der gleichen Stelle übereinander geschweißt). Später nutzte man den Wagen dann als Alltagsfahrzeug bis 1984, ein Jahr später legte man es still. Nach einem Frostschaden wurde 1990 der Motor überholt und das Fahrzeug ist bis 2006 nicht mehr gefahren. Nach dem Kauf ging es dann für meinen 170 DS im September 2006 auf "große Fahrt" nach Sachsen (natürlich auf dem Hänger!!!).
Im Juni 2007 begann ich dann mit meiner Komplettrestauration. Das Fahrgestell habe ich bereits bis auf die letzte Schraube zerlegt, instand gesetzt und nun läuft es wieder. Die "Verstümmelungen" an der Karosserie nehme ich an, werden mich wohl noch bis zu einem Jahr beschäftigen. Bis jetzt habe ich schon 450 Stunden an meinem "Traumauto" gearbeitet und vier Quadratmeter Karosserieblech eingeschweißt.

 

Willi und Dieter Böhm -- 170 Da -- Bj. 1951

Erstzulassung 1951 in Oberndorf am Neckar. Wurde von einem Fuldaer Fabrikanten als Geschäftswagen angeschafft. Hier kam er nur kurz zum Einsatz weil er die Hutprobe vom Chef nicht bestand. Im Juli 1963 wurde er dann von meinem Vater für seinen Vater (mein Opa) erworben wo er dann viele Jahre als normales Alltagsauto diente. Erst viel später, kann ich mich erinnern, dass er anfänglich nur im Sommer und später dann nur noch sehr selten bewegt wurde. Als dann mein Opa erkrankte und dann leider zu früh verstarb lernte der Mercedes verschiedene Garagen aufgebockt kennen. Irgendwann in den 90zigern dann als wieder mal die Garage geräumt werden musste holten wir ihn nach Hause und mein Vater begann mit der Restaurierung. Ebenfalls bauten wir wieder originale Rückleuchten an, hier hatte damals mein Opa Käferrückleuchten angepasst weil der TÜV es verlangte. Winker kamen wieder an ihren Platz, hier war von Vorteil das mein Opa damals die Muttern im Chassis nicht entfernte. All diese Originalteile mussten natürlich, meist sehr kostenintensiv, erst auf verschiedenen Wegen besorgt werden. Chrom erneuern und zum Schluss eine frische Lackierung. Den defekten Auspuff fertigte mein Vater Topf für Topf nebst Innereien per Hand in Edelstahl nach. Was nun noch ansteht wäre die Innenausstattung, die Sitze wurden damals mit Kunstleder neu bezogen ebenfalls auch die Seitenverkleidungen nur der Himmel ist noch Original. Ebenfalls wird es nötig den Motor zu öffnen weil die Kopfdichtung ölt, dieses sollte aber nicht das größte Problem sein da mein Vater hierfür das nötige Know How hat. Sonst ist es ein super zuverlässiges Fahrzeug das auch schon einige Paare in den Hafen der Ehe begleitete. Der 5 stellige Tacho zeigt 91048 km an, ob und wie oft er schon wieder bei Null stand ist nicht in Erfahrung zu bringen. Mein Vater meint er wäre noch nicht drüber gelaufen weil man früher nicht soviel und soweit gefahren wäre wie heute üblich.

 

Jan Bosman (NL) -- 170 V-- Bj. 1948

Neu in meiner Sammlung ist dieser 170 V, Auslieferungstag 15.11.1948 laut
Fahrzeugbrief
Das Fahrzeug hat noch immer seinen Erstlack in der Farbe blau-grau.
Leider ist die Innenausstattung in der 70er Jahren mal neu gemacht worden.
Selbstverständlich hat er ein paar Lackabplatzer, aber das empfinde ich als schöne Patina.
Das Fahrzeug ist immer in Süd Afrika gefahren worden und ist rostfrei. Nur die Befestigung der hinteren Stoßstange ist an einer Seite gerissen. Auch das Holz ist noch immer gut.
Er hat noch die dichten Vorkriegsfelgen, eine aufstellbare Frontscheibe und einen großen Benzintank.
Auch original ist das Kombi- und Tachoinstrument in elfenbein und
die Uhr schwarz (wird auch im Brief beschrieben).
Ich bin sehr froh, ein Auto in diesem einmaligen Zustand in meiner Sammlung zu haben und werde es auch nie restaurieren.

 

Hans Albrecht -- 170 Va-- Bj. 1951

Das erste Bild zeigt den 170 Va zum Zeitpunkt des Kaufes im Frühjahr 1982 . Erworben habe ich ihn von jungen Leuten aus dem Gebiet Münster / Telgte , die offenbar hoffnungslos mit der Reparatur überfordert waren . Das gesamte Fahrzeug war in großen Teilen zerlegt , nur Karosserie und Rahmen waren noch fest verbunden . An dieser Stelle möchte ich erwähnen , daß ein großherziger Stukkateuer versucht hatte , vorhandenen Rostfraß im Bereich der Seitenholme nach Art der Bühnenbildner zu reparieren : Mit Leinwandmaterial , Holz und reichlich Gips .
In zwei Touren habe ich das Fahrzeug dann nach Hamburg geschafft , es war glücklicherweise fast vollständig . Hier habe ich die Karosserie vom Fahrgestell abgehoben und den Rest des Fahrzeuges zerlegt . Ein kompletter Urlaub ging für die Reparatur drauf ( aus heutiger Sicht möchte ich nicht von Restauration sprechen ) und vier weitere Wochen unermüdlicher Arbeit , dann lief das gute Stück wieder . Allerdings war der hohe Benzinverbrauch von 18 Litern / 100 Km nicht in den Griff zu kriegen , darum baute ich im Herbst des Jahres einen Dieselmotor ein , den ich aus einem Fahrzeugwrack ausbaute , welches auf einem privaten Waldgrundstück jahrzehntelang vor sich hinrottete . Mit genügsamen 6 Litern / 100 Km war das eine richtige Wohltat , trotz höherem Geräuschpegel . Daran habe ich mich aber gewöhnt . Mit dem inzwischen dritten OM 636 läuft das Auto heute noch .
Zunächst bewegte ich meinen 170er als Alltags - und Gebrauchsfahrzeug , 30000 Km im Jahr kamen schon mal zusammen . Als die Weichen Richtung H - Kennzeichen gestellt wurden , reparierte ich 1997 nochmals einige unschöne Stellen und spendierte der Karosserie Neulack , die Sitze und Türverkleidungen wurden erstmals von einem richtigen Sattler aufgearbeitet .Das Fahrzeug bestand anstandslos die TÜV - Hürde zum Erwerb des begehrten Kennzeichens . Einige moderne Sicherheitsdetails habe ich aber doch einfließen lassen : Das Fahrzeug wurde mit Kopfstützen , Dreipunktgurten sowie einer dritten Bremsleuchte versehen , alles vor der Überlegung : Wie hätte man diese Teile in den Fünfzigern gestaltet ?
Alltagstauglich ist das Fahrzeug heute allemal , auch wenn ich am der Ampel selten der Erste bin . Autobahnfahrten vermeide ich , so gut es geht - aber die Fahrten über Land sind ein wahrer Genuß !!! Ich bereise mehrmals im Jahr Oldtimertreffen und Teilemärkte im Norddeutschen Raum bis in die Gegend von Kassel .

 

Max Meißner -- 170 DS-- Bj. 1952

Mein Mercedes 170 DS wurde nach Buenos Aires in Argentienen ausgeliefert und dort erstmals am 01.03.1952 zugelassen. Wie oft dort der Wagen den Besitzer gewechselt hat und wer alles wieviele Kilometer gefahren hat, kann ich nicht mehr nachvollziehen.
Ein Beschäftigter von Siemens hat den Wagen dort mehrere Jahre gefahren und bei seiner Rückkehr nach München hat er sich den Wagen im Jahre 1998 per Schiff "mitbringen" lassen. Im Jahre 1998/1999 erfolgte dann eine mehr oder weniger gelungene Restauration, die mit Fotos dokumentiert wurde. Auch die Lackierung wurde mit einer bei Mercedes bestellten Farbe durchgeführt - sie ist jedoch (da die Teile in unterschiedlichen Arbeitsgängen lackiert wurden) nicht so gut gelungen. Leider hat man auch die Stoßstangen mit die Farbe lackiert.
Ich habe den Wagen dann -nachdem der Münchner ihn im Jahre 2001 nach Hameln verkaufte- im Jahre 2005 von einem alten Mann bei Hameln erstanden.
Es ist wohl die Hinterachse komplett überholt worden und auch die ganzen Fensterschlüssel, sowie das Teil über dem Armaturenbrett (Holz).
Ich bin als Student -bzw. mittlerweile Referendar- momentan noch nicht gewillt "einen Haufen Geld" in den Wagen zu stecken, obwohl dies für die Vollabnahme erstmal notwendig war, die dann ohne einen Mangel bestanden wurde.
Ich werde aber nach und nach jedes einzelne -nicht mehr so originale Teil (davon gibt es an dem Wagen trotz des langen Auslandsaufenthalts ERSTAUNLICH wenig)- gegen Originale ersetzen.
Mittlerweile habe ich schon einen originalen Luftfilter, einen "neuen" Zylinderkopfdeckel, ein "neues" Handschuhfach ein- bzw- anbauen können. Die Technik ist völlig in Ordnung. Auch habe ich -bis auf die Motortemperaturanzeige- alle Instumente gangfähig machen können.
Das schöne ist: Ich habe einen Haufen Unterlagen (Originale) zu dem Wagen. Selbst die Werbeprospekte, mit denen in Buenos Aires geworben wurde, konnte ich zusammen mit dem Wagen erwerben. Ein Scheckheft war leider nicht dabei - ich habe mir dafür ein anderes "Original" gekauft. Dafür Betriebsanleitung und ORIGINALEN Ersatzteilekatalog von 1952 für den Wagen.
Ansonsten fährt der Wagen wie eine EINS und ich mache sehr gerne AUSFAHRTEN, bei denen bis jetzt noch keine einzige Unterbrechung zu verzeichnen war..
Entscheidendes Kaufkriterium war die FORM des 170er sowie musste es unbedingt ein DIESEL sein, da ich dieser Motorenart favorisiere. Zu den Fahreigenschaften kann ich mich nur den goldenen Worten des Jan Ivar Mattson aus Schweden und damit den Aussagen von MERCEDES BENZ in den Prospekten von damals anschliessen: Besser wie dort geschrieben ist, kann man das Fahrgefühl nicht beschreiben...
Ich habe mir vorgenommen zunächst den Wagen teilemässig auf Vordermann zu bringen (obwohl so gut wie gar nichts mehr fehlt) um mich im Anschluss an eine "neue" lackmässige Überarbeitung zu wagen...
Das innere Flair (damit meine ich den originalen ALTEN Himmel sowie die Sitze) möchte ich zunächst so belassen, da mich momentan noch der ANTIK-GERUCH und die "Benutztheit" in ein gewisses antiquarisches Feeling zurückfallen lässt - ich sitze ja auch nicht in einem 55 Jahre alten Neuwagen sondern in einem OLDTIMER.

 

Gut Cedrix (Belgien)-- 170 V -- Bj. 1949

Hier die Photos meines Mercedes 170v von 1949. Ich habe ihn vor 15 Jahren gekauft, ihn völlig auseinandergenommen, sandgestrahlt und neu lackiert. Der Motor hat 1 Million Kilometer auf dem Buckel. Ursprünglich ist er aus einem Schiff ausgebaut worden, wo er als Hilfsmotor diente. Er wurde komplett restauriert. Das Auto läuft ausgezeichnet.

 

Jan Bosman (NL)-- 170 V Roadster -- Bj. 1936

Angefangen habe ich vor 12 Jahren mit 170s,170s-v,170s cab b. Die sind alle verkauft.
Seit 2 Jahren bin ich Besitzer dieses 170v Roadsters (Foto 1 und 2), laut Fahrgestell- Nummer aus dem Jahr 1936. Aber sicher bin ich nicht. Er hat keinen Kühlereinfüllstutzen unter der Haube, sondern normal an der Kühlermaske. Das Fahrgestell ist bis auf den Motor schon fertig restauriert.
Die Uhren und das Lenkrad sind später mal modernisiert worden.
Sonst habe ich noch zwei 170v, ein mal Bj. 1938 2- türig und einmal Bj.1939 4- türige Innenlenker und noch einen total vergammelten 170v 2- türigen als Teileträger.
Auf den beiden Bildern (3 und 4) ist mein 170S Cab B zu sehen.

 

Dirk Zabel -- 170 DS -- Bj. 1952

Wie komme ich eigentlich zu einem "alten" Benz? Irgendwann kam mir in den Sinn bei Mobile.de mal ältere Fahrzeuge anzusehen. Ich dachte ursprünglich an einen DS - nicht den MB sondern einen Franzosen. Doch ca. 4 Wochen später bin ich mit einem Freund, der beruflich MB´s restauriert (allerdings eigentlich nur selbst tragende Karosserien), bei einem Anbieter gewesen und habe mir dessen Benz angesehen. Von außen Schrott, aber die inneren Werte stimm(t)en. Nach 2 Tagen war nun klar: Das ist mein Auto!
Wie gehe ich also vor? Ich möchte die Sachen, die ich durchführen kann auch selber machen.
Was kann ich nicht? SCHWEISSEN! Was heißt das: Karosserie abbauen, beim Restaurator lassen und den "Rest" mitnehmen. Wir haben die Karosserie abgebaut, nahezu entkernt und das was nicht Karosserie ist mitgenommen. Das waren 2 komplett volle Passat Kombi Kofferräume sowie ein Trailer, die nach Hamburg transportiert wurden.
Beim Restaurateur steht nun noch die Karosse mit Türen etc. Dort wird diese wieder Instand gesetzt. Ich bin sehr zuversichtlich, da ich dort andere "Wiederbelebungen" gesehen habe, die mehr als überzeugend aussahen. Bis jetzt wurden ca. 10 (!) Schrauben abgerissen und es ist die Karosserie demontiert, Tank und Hinterachse ausgebaut... Die Bremstrommeln hinten sehen aus wie bei einem 3 Jahre alten neuen Auto... Das war noch Qualität!
Fazit: Ich bereue bislang nicht, ein 54 Jahre älteres Auto als ursprünglich geplant gekauft zu haben. Es wird mich (38) sicherlich überleben.

 

 

Max Möhl (NL) -- 170 Sb -- Bj. 1953

Ich bin der Max Möhl, einer der seit 1969 Mercedes 170er fährt. Meinen 170Sb habe ich 1971 gekauft. Ich habe ihn seit dieser Zeit nur mit roter Nummer gefahren. Damals gab es diese nur für drei Tage. Ich schätze, wir beide haben bis dato nicht mehr als drei bis viertausen KM auf den Strassen verbracht. Ich habe ihn im Sommer 1975 in unser leer stehendes Haus nach Holland gebracht. Das war der Beginn einer langen Ruhepause. 1976 habe ich ihn zerlegt. Schrecklich für ihn. Noch schrecklicher, ich hatte in dieser Zeit mehr Interesse für andere Fahrzeuge der Gattung Mercedes. Ihm machte ein OTP, ein wunderschönes 220S Coupé und später ein Cabrio konkurrenz. So liess ich den guten 170Sb, quasi noch bis vor einigen Jahren, einfach nur so vor sich hinstehen. Seit dem ich ihn aber zu Ende restauriere, habe ich wieder entdeckt was er doch für ein unglaublich ehrliches und anständiges Auto ist. Er ist mein liebster Mercedes. Warum? Er ist von der Technik her sehr überschaubar und gut zu unterhalten. Er bietet seinen Insassen Komfort. Zwar ist er untermotorisiert, aber dafür sparsam und ausdauernd - übrigens eine Tugend die so manchem Menschen auch gut tun würde. Ich habe im Moment noch einen 220Sb Heckflosse und ein wunderschönes 230CE Coupe, das uns auch wahrlich verwöhnt. Aber, wie gesagt, der 170er ist eine Klasse für sich. Schlicht und doch ergreifend. Dieses Auto hat echte 214000km drauf, nachweisbar durch Serviceheft und Fahrtenbuch, ausserdem ist die Tachowelle noch orig. versiegelt; überhaupt, fast alles an dem Wagen ist noch original. Ich kaufte ihn in Rot, jetzt ist er wieder Steinhellgrau. Das Dach und die Kotflügel habe ich in einem etwas dunkleren Ton gespritzt um ihm eine gedrungenere Erscheinung zu verleihen, was auch gelungen ist. Durch das lange stehen ist mir der gute Motor kaputt gegangen. Er ist inzwischen überholt; hat ein Schweinegeld gekostet. Den Vergaser und Zündverteiler lasse ich im Moment bei der Firma Küppers in Linnich erneuern. Lima und Anlasser sind auch überholt, alle Bremsen sind neu, z.T. auch die Verkabelung. Von Steenbuck bekomme ich einen fertig genähten Himmel sowie Schiebedach. Werde versuchen diese selbst ein zu bauen; habe sie ja auch ausgebaut. Mal sehen. Nächstes Frühjahr wird es dann so weit sein, er wird zum ersten mal, seit 1975, aus eigener Kraft die Garage verlassen. Ich werde ihn sehr behutsam erst einmal um den Block fahren. Er muss sich wieder an den Verkehr gewöhnen. Ich muss vorsichtig sein, dass er nicht einen Schock bekommt. Er hat ja seit 1975 kein anderes Auto mehr gesehen. Er wird staunen. Aber wie ich ihn einschätze macht ihm das sicherlich nichts aus. Irgendwie denke ich, er brennt er darauf wieder in den Strassenverkehr entlassen zu werden. Da gehört er auch hin. Wir beide werden auch bei schlechtem Wetter, also auch im Winter fahren. Er ist inzwischen 53 Jahre alt, ich 60, die Zeit drängt.

 

BERNHARD SCHICKLING -- 170 Sb -- Bj. 1952

Das Fahrzeug befindet sich im Originalzustand mit Erstlack. Der Aufbau hat keine Durchrostung nur gelegendliche Lackabplatzer mit Flugrost. Der Unterboden ist auch in tadellosem Zustand bis auf eine Bodenverstärkung des Aufbaues hinten rechts. Diese wurde beseitigt. Der 170 Sb wurde 25 Jahre in einer trockenen Halle gelagert und im Jahr 2005 aus der Schweiz importiert. Es ist geplant, ihn im Originalzustand zu erhalten.

 

Karl-Heinz Blätz -- 170 V Sodomka

Dieses bildschöne Cabrio von Sodomka aus der Tschechoslowakei wurde in Ladenburg anlässlich des MVC Jahrestreffens gesichtet.

 

Teresa Danker/ Rolf Grußendorf -- 170 S CB-- Bj. 1951

Das Auto wurde am 25. 05. 1951 in Frankfurt/ M. ausgeliefert.
Wir haben das Fahrzeug im Oktober 2002 erworben. Von März 2003 bis Juli 2005 haben wir es restauriert.
Bei der Restaurierung haben wir großen Wert auf Originalität gelegt.
Selbst die 6 V Stromversorgung haben wir beibehalten. Probleme gibt es nur mit den Rückspiegeln , denn bisher haben wir trotz vieler Versuche keinen gefunden, der auch auf der rechten Seite gute Sicht ergibt.
Bisher sind wir erst 2500 km gefahren und dies ohne Komplikationen.
Wir sind mit dem Fahrzeug zu mehren Oldtimertreffen gewesen und werden im September die erste Rundfahrt mitfahren.

 

RALF TESCH -- 170 D/S -- Bj. 1952

Der Wagen hat lt. Fahrzeugbrief am 12.12.1952 seine Allgemeine Betriebserlaubnis und die Erstzulassung am 22.12.1954 erhalten. (vielleicht war er ja mal ein Weihnachtsgeschenk ;-) ). Der 5. Eigentümer war mein Vater, der das Auto 1962 als Student zugelassen hat. War es eine Schnapsidee oder höhere Fügung, dass der Wagen seit Mitte der 60er Jahre in nahezu vollständigem Zustand in einer trockene Scheune abgestellt und eigentlich nicht weiter beachtet wurde? Als kleiner Junge habe ich gerne in dem „alten Auto“ gespielt. Anfang 2006 haben wir uns entschieden, den 170er wieder auf die Straße zu bringen.

 

CHRISTIAN SCHULZ-- 170 S Cabriolet A Bauj.1950

Nach jahrelanger Oldtimer Abstinenz erwarb ich von einem alten Herrn aus Wattenscheid diesen 170 S Cabriolet. Der Wagen war immer angemeldet hat im laufe der Jahre viele Farbmoden mitgemacht (ursprünglich grün, dann orange, zartgelb, zartgrün und jetzt delphinblau). Eigentlich benötigt er eine ordentliche Restauration, doch möchte ich nicht die Patina wegrestaurieren. Also fahre ich in erst mal, restauriere Details, bis die Vorstellung gereift ist, was ich wie restauriere...

 
 

Von einem Forumsmitglied zur Verfügung gestellt:
Bilder vom Kübelsitzwagen -- Bj. 1936 und 1940

Bei den ersten beiden Bildern handelt es sich um einen Prototypen des Kübelwagens, noch ohne Türen. Er wurde 1936 an das Reichsinnenministerium ausgeliefert. Dort wurde er auch benützt. Der Wagen wurde ab 1994 restauriert.

Das 3. und 4. Foto zeigt einen 170V K aus dem Jahre 1940. Dies ist ein "Viersitzer", meist waren diese VK´s jedoch als "Dreisitzer" mit Funkgerät ausgelegt. Der Wagen kam über Jugoslawien nach Österreich und wurde dort restauriert. Seit 1945 ist der VK in Liebhaberhand.

  
 
CHRISTOPH MAHNKE -- 170 V -- Bj. 1937

Ich habe den Wagen von einem alten Herrn gekauft. Er hatte ihn komplett zerlegt. Zusammen mit meinem Sohn habe ich den 170er detailgetreu restauriert. In diesem Zuge musste allerdings auf 12 Volt umgestellt werden, da die Stromversorgung bei Licht und Scheibenwischerbetrieb total zusammenbrach. Meine "Erstlackierung" in zweifarbig beige habe ich nach ein paar Jahren umgestellt in die originale Wagenfarbe "schwarz".

 
 
ERWIN WILD -- 170 Da/OTP -- Bj. 1951

Zwei Jahre dauerte meine Suche nach einem für mich geeigneten OTP. In Wuppertal bin ich schliesslich fündig geworden. Der Boden war beispielsweise durchgerostet, letztendlich habe ich ca. 600 Arbeitsstunden reingesteckt. Inzwischen war ich mit meiner Familie samt Wohnwagen mehrmals im Urlaub. Ausfahrten laufen problemlos.

 
 
ERICH SEYB -- 170 Va -- Bj. 1952

In einem alten Gartenhaus gammelte dieser "Va" vor sich hin. Dort habe ich ihn gefunden und bis auf die letzte Schraube zerlegt. Acht Jahre dauerte die Restauration, wobei ich größten Wert auf Originalität gelegt habe. Seit ein paar Jahren bewege ich meinen 170er mehrmals pro Saison mit Erfolg bei Rallyes.

 
 
HANS-PETER HARTKE -- 170 V (Bausatz) -- Bj. 19??
 

Diesen 170V habe ich aus dem Nachlass eines Bekannten erworben, der ihn 20 Jahre lang untergestellt hatte. Leider hatte er begonnen, ihn zu zerlegen, wobei er zunächst nach Metall- und Holzteilen sortierte. Immerhin sind fast alle Teile, soweit ich festgestellt habe, vorhanden. Ich werde mal versuchen, etwaigen Fortschritt im Bild festzuhalten und hier zu zeigen.

 
 
GERHARD SCHÖNER -- 170 S -- Bj. 1950

Diesem 170 S von 1950 ist irgendwann ein Dieselmotor verpasst worden. Insgesamt liess die Technik bei der Übernahme viel zu wünschen übrig. Bremsen, Elektrik und Motor waren in einem sehr maroden Zustand.


 
 
STEIN PAULSEN (Norwegen) -- 170 V -- Bj. 1938

Stein Paulsen ist seit 1968 im Besitz dieses Vorkriegsautos und hat es jetzt fertig restauriert.

 
 
JAN IVAR MATTSSON (Schweden) -- 170 S -- Bj. 1950

Der Wagen wurde ab Werk mit S/S "Vega" am 3.10.1950 nach Stockholm geliefert und an einen dortigen Großhändler verkauft, der ihn bis 1972 besaß. 1973 habe ich ihn bei 190.000 km gekauft und als Alltagswagen bis 1976 gefahren, u.a. bei einer Fahrt nach Italien. Er wurde zwischen 1976 und 1980 von Grund auf restauriert und diesmal in den "Oldtimerbetrieb" genommen, einschliesslich einer erneuten Italienfahrt. Seit 1990 ist er jedoch wegen Problemen an Motor und Hinterachse sehr wenig benutzt worden und hat nur noch 240.000 km am Zähler. Ich habe in 2005 schliesslich Zeit gefunden, ihn instandzusetzen, und kann jetzt wieder geniessen, was in der zeitgenössischen Werbung so schön und wirklich wahrhaftig beschrieben wurde: "Es ist ein wirkliches Erlebnis in diesem Wagen zu fahren. Das rassige Temperament des Motors, die hohe Reisegeschwindigkeit, die elegante, gediegene Atmosphäre und Bequemlichkeit des Innenraums sind kaum zu übertreffen. Die fortschrittliche Kombination von Einzelradaufhängung mit einem Optimum an Federung, Geräuschlosigkeit und Fahrsicherheit geben jedem Insassen, ob auf den Vorder- oder Rücksitzen, das Gefühl des schwebenden Dahingleitens über glatten Asphalt, auch wenn es in Wirklichkeit über Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster geht."

 
 
WOLFGANG EISENREICH (ÖSTERR.) -- 170 S-D -- Bj. 1954

Im Jahre 1954 baute die österreichische Karosseriefabrik Jauernig (gibt es immer noch, ist aber jetzt normaler Mercedes-Vertragspartner) für die Österreichischen Bundesbahnen einen Kombi, mit dem angeblich die Geldtransporte zwischen den Bahnhöfen durchgeführt wurden. Ich kaufte diesen Wagen im Jahre 1976 als 3. Besitzer in einem bereits ziemlich heruntergekommenen Zustand und verbrachte trotzdem einige glückliche Jahre damit, mit langen Urlaubsreisen bis Frankreich und England. Anfgang der 80er-Jahre war dann aber Schluss, und ich stellte das Auto in einer Scheune ab, wo es mit den Jahren immer mehr zum stilgerechten Scheunenfund mutierte. Im Frühjahr 2004 begann ich mit der Komplettrestaurierung und hoffe, dass der Wagen Ende dieses Jahres fertig sein wird. Dann wird es auch die komplette Fotostory dazu geben.


 
HANS ERDMANN -- 170 V Cabrio B -- Bj. 1939

Hier sind einige Bilder von unserem 1939er 170V Cabrio b. Wurde in der häuslichen Werkstatt vollständig restauriert, und erhielt 2004 den ersten Preis in Ladenburg.


 
KLAUS SIGLOCH -- 170 S-D -- Bj. 1953

Dieser Wagen war am 14.Sept.1953 gefertigt und wurde am 02.Okt auf eigener Achse an die Firma Erwin Immel, Ferntransporte in Frohnhausen ausgeliefert. Seit 1975 ist er in unserem Besitz. Über die Zeit dazwischen ist uns leider nichts bekannt. Vielleicht weiß ja jemand mehr darüber und setzt sich mit uns in Kontakt. Anschrift ist über die MVC-Home Page zu erhalten.


 
TED WUERTHNER (USA) -- 170 V Cabrio A -- Bj. 1936

The history of my car begins in the mid-1970's when I visited the famous US car museum of the late William Harrah, a noted gambling casino owner at Lake Tahoe and Reno. I saw a silver 540K Cab A and fell in love with it. (This is the same Museum with excellent restoration facilities where DBAG had their brown colored 500K type 1 Special Roadster restored). I later learned the cost of these super-charged cars and they were well out of my financial league.
A few years later, I visited the old DBAG Museum at Unterturkheim and saw the little 170V Cab A and inquied where I could find one to buy. The staff suggested I contact W. Seidel of the MVC. He introduced me to a number of 170V cab A owners in Germany and to Rupert Muller of Koln. I was traveling to Europe several times a year on business in the '70's and attended the MVC Ladenburg Treffen several times.
I never found a Cab A in Europe that I thought I could restore due mainly to rust or cost. In 1979 I found one in San Diego, California that had been in the USA since the late 1940's and bought it and brought it to my home south of San Francisco. I visited the DBAG Museum archives three times over the next two years spending a day each time in the stacks in the basement going through old documents on the early Cab A's. DB staff made copies of photos and drawings for me that I found in the mostly unorganized files.
My car was then taken apart down to the chassis, which was sand blasted and repainted and every thing on the car was either carefully rebuilt, or I found NOS parts or excellent reproductions from vendors at Treffen. I made some items here and had the door handles and top convertible latches that I borrowed from an original 170V Cab A owner recast in bronze. The serious engine, body and upholstery work was done by professionals. However, I send over 2,000 hours doing simple work such as taking apart, cleaning, making tubing, small metal parts and the more complex electrical and instrument work. In 1993 the car was finished and I began showing it at California Concours. I won 'Best of Show" at the 1999 Newport Beach Fashion Island all Mercedes-Benz show. The judges were designers from the Southern California M-B Design Studio.
I now drive the car to enjoy and do not show it for judging as it now has some wear. I do take part in local exhibitions such as the California Mille in San Francisco.


 
BILDER VOM MVC-TREFFEN IN LADENBURG 14.5.2005

Am Samstag haben wir uns das MVC-Treffen in Ladenburg als Besucher angeschaut und haben dabei festgestellt, dass das Ganze fest in 170er-Hand war. Über die Hälfte der teilnehmenden Autos waren 170er in allen erdenklichen Varianten vom OTP bis zum Kombi. Hier ein paar Bilder davon.

 
KRIS VAN DE WOESTIJNE (Belgien) -- 170 Sb -- Bj. 1952

Der 170 Sb wurde 1952 gebaut und auch in Deutschland verkauft. (Ist immer in Deutschland gelaufen). Der Mercedes wurde 1987 komplett überholt und restauriert.
Nach der Restauration ist der 170Sb für Hochzeiten gefahren beim Oldtimerverleih Elmar in Salem. Ich habe den Wagen Anfang 2004 gekauft, er läuft jetzt mit
Belgischem Kennzeichen...


 
PHILIPP GRUBER (Schweiz) -- 170 V Cabrio B -- Bj. 1939
     

Das 170 V Cabrio B wurde 1939 gebaut, 1940 von Mercedes ausgeliefert. Einige Jahre später wurde er dann in die Schweiz überführt und im Kanton Bern zugelassen. 1968 wurde er komplett überholt und restauriert, alle Belege sind da… so wie es scheint war dies ein wirklicher Profi, ich habe noch keinen „Pfusch“ gefunden. Später wurde das Interieur und Verdeck neu gemacht. Nach der Restauration 1968 wurde das Auto regelmässig von einem Fuhrunternehmen gefahren, bis der gute Mann letztes Jahr in den Ruhestand ging – und ich das Auto erwerben konnte. Die Laufleistung ist leider unbekannt.

 
M. WARMER -- 170 V -- Bj. 1940

Im Dezember 1940 gebaut und erstmals am 7. Januar 1941 zugelassen und an die Deutsche Reichsfront nach Berlin ausgeliefert. Bis 1950 auf dem Bauernhof in Tschechien als "Trecker" gearbeitet, bis 1990 stillgelegt (unter Braunkohle begraben) und bis 1993 liebevoll totalrestauriert.

 
KARL MUZHA -- 170 V Da -- Bj. 1951

Der 170V Da wurde im Oktober 1951 von einem Bauunternehmer zugelassen. Die original Farbe war Grau, nach einem Unfall im Jahre 1952 wurde der Wagen in Rot lackiert. Dabei wurde die Haube modernisiert (vom Db Lüftungsschlitze in Längsform) das Lenkrad wurde weiss und Zierleisten in Alu wurden angebracht.
Von mir wurde das Fahrzeug 1989 erworben und restauriert. Das ganze Fahrzeug wurde komplett aufgearbeitet und ist seit 1995 im Sommer alle 2 Jahre mit viel Spass im Einsatz.

 
HANS SCHLEUER -- 170 V Cabrio A -- Bj. 1938
 

Unser 170 V Cabrio A wurde am 31. Mai 1938 nach Brüssel ausgeliefert. Am 11.10.1946 wurde das Fahrzeug in die Schweiz gebracht wo es bis 5. Mai 1994 teilrestauriert wurde, der Rest der Restauration wurde im Auftrag des Mercedes- Benz Oldtimer-Center von der Fa. Dangel am 26.Juni.1995 mehr recht wie schlecht beendet. Dann wurde der 170 VCA nach Solingen verkauft. Mein Vorbesitzer versuchte 3 mal mit ihm eine Ausfahrt zu machen, was immer mit Abschleppen endete. So stand der 170 VCA bis 5. September 1996 in einer Garage ohne gefahren zu werden. Seitdem habe ich mit viel Geduld und Schweiss dem Fahrzeug wieder das Laufen beigebracht. Ich habe seitdem an vielen Oldtimerausfahrten teilgenommen mit Erfolg und nur kleinen Pannen.

 
MARIO R. KRAUSZ (Brasilien) -- 170 V -- Bj. 1953
Den Wagen habe ich im April 1953 von meinem Vater zu Geschenk bekommen. Dieser Wagen war der einzige Familienwagen bis 1971, als ich mir einen 190er kaufte, aber wurde weiter taeglich von meiner Frau bis 1974 gefahren. Dann wurde er allmaehlich in die Garage gestellt, aber doch mindestens einmal in der Woche fuer ca. 30 Minuten gefahren, was auch noch heute de Fall ist. In diesem Wagen habe ich meine Frau ins Krankenhaus gefahren, zu Geburt unserer beiden Kinder. Auch meine Tocher und meine Schwiegertochter habe ich zu ihren Hochzeiten damit gefahren. So kann man einfach sagen, dass der Wagen mit der Zeit zu einem Familienmitglied geworden ist!
 
WOLFGANG SPANG -- 170 V -- Bj. 1942
Dieser 170V Cabriolet B wurde am 17. Oktober 1942 an das NSDAP Verbindungsbüro in Prag ausgeliefert. Während und nach dem Krieg fuhr ihn ein Soldat der Amerikanischen Besatzungstruppen, der ihn dann in die USA verschiffte. In den USA wechselte er mehrfach den Besitzer, die Farbe und unschwer erkennbar, auch die Frontpartie, bis er schließlich 2005 im Besitz eines Luftwaffensoldaten wieder nach Deutschland zurück kehrt und auf eine umfangreiche Restauration wartet.
 
RUDOLF BÄUMER (Schweiz) -- 170 S -- Bj. 1950
Dieser 170 S wurde am 1. Juni 1950 an die Bosch Vertretung in Bern (Schweiz)
ausgeliefert. Er befindet sich jetzt seit 2 Jahren in meinem Besitz und zwar
im Originalzustand. Es wurde folgende Teile ersetzt bzw. überholt.
Motor- und Getriebeaufhängung, Bremssystem, Auspuffanlage (Edelstahl)
und im letzten Jahr der Kabelbaum.
Im Juli 2004 haben wir, vom Ostschweizer MBVC, eine 10 Tage Rundfahrt durch
Südfrankreich unternommen und dabei alle namhaften Seealpenpässe überquert.
Die Fahrt ging über ca. 2500 km und wurde ohne Probleme vom Auto und
Besatzung bewältigt.
 
FAMILIE MASCHKE -- 170 S -- Bj. 1950
Der Wagen aus dem Baujahr 1950 wurde damals direkt in die russische Besatzungszone ausgeliefert. Käufer war ein Opernsänger in Ostberlin, dieser Herr nutzt den Wagen lange Jahre und spendierte ihm über die Zeit insgesamt mehr als 7Austauschmotoren. WARUM ? Man konnte als Besitzer eines Westwagens bei Schäden am Fahrzeug auch Ersatzteile aus dem Westen beziehen . . . und ein "angeblich" defekter 4Takt Motor aus dem 170 S brachte in Ostdeutschland mehr Geld als der neue Austauschmotor kostete ! Ebenfalls wurde der Wagen zwischenzeitlich mal in weiß lackiert und mehrmals kpl. neu aufgearbeitet. Nach der Grenzöffnung wurde er stark überteuert in den Westen verkauft und fand dann zu einem eher dem Zustand entsprechenden Preis in den Besitz der Familie Maschke. Einige grobe Fehler wurden bereits entfernt, es soll aber der "OST"-Charme erstmal erhalten bleiben.
 
CHRISTIAN GREIWE -- 170 V -- Bj. 1937
Mit dem Bau dieses Mercedes Benz 170 V wurde 1937 in Stuttgart begonnen. Den 2. Weltkrieg überstand die Rohkarosse in einer maroden Werkshalle in Sindelfingen. 1949 wurde das Fahrzeug dann fertiggestellt und erstmals zugelassen. Sämtliche Fahrwerkskomponenten und die gesamte Antriebseinheit wurden erneut. Das Fahrzeug erhielt vom Mercedes Benz - Classic-Center in Fellbach die Note 1.
 
WOLFGANG SPITZBARTH -- 170 S -- Bj. 1951
Das Fahrzeug wurde von einer Bayreuther Möbelfabrik neu erworben und erstmalig mit dem Kennzeichen A B 338-402 am 28.9.1951 zugelassen. Nach dem Dienst als Direktionswagen wurde das Fahrzeug 1956 auf Dieselmotor umgerüstet und im Aussendienst eingesetzt. 1958 übernahm ein Fuhrunternehmer aus Rehau dieses Fahrzeug, der es 1962 an einen Viehkaufmann aus Selb weiterverkaufte, der den Wagen bis 1971 benutzt hat. Nachweislich muss das Fahrzeug in dieser Zeit fast 500tkm zurückgelegt haben. 1978 konnte ich die Reste in teilzerlegtem Zustande günstig erwerben.
 
GÜNTER SCHERLINZKY -- 170 V -- Bj. 1938
GÜNTER SCHERLINZKY -- 170 V -- Bj. 1938 GÜNTER SCHERLINZKY -- 170 V -- Bj. 1938 GÜNTER SCHERLINZKY -- 170 V -- Bj. 1938 GÜNTER SCHERLINZKY -- 170 V -- Bj. 1938

Ursprünglich als Direktionswagen einer Ziegelfabrik gefahren hatte der Wagen bereits 1951 knapp 100000 km auf dem Buckel. 1958 wurde von Daimler Benz ein Tauschmotor eingebaut. Ein Tauschgetriebe war schon bei 100.000 km fällig. Anfang der 50er Jahre wurde von Karosserie Hägele in Stuttgart ein Kofferraum-Zugang von aussen geschaffen, d.h. ein Kofferraum-Deckel angebracht. Nach grauer Erstlackierung wurde das Auto zunächst braun und beige, dann grün lackiert und erhielt letzlich vor ca. 40 Jahren das jetzige Outfit in blau/hellgrau, den Servicefahrzeugen der Daimler-Benz AG nachempfunden. In den letzten 12 Jahren wurden gerade mal 6000 km gefahren. Ausser neu aufgepolsterten Sitzen wurde in dieser Zeit nach Aussagen des Vorbesitzers nichts gemacht. Ein Unfallschaden rechts war vom Vor-Vorbesitzer notdüftig "geflickt" worden. Umfangreiche Arbeiten am Unterboden, an den Bremsen und an den Radaufhängungen waren jetzt erforderlich geworden. Ausserdem bekam das Auto eine komplett neue Posterung incl. Himmel, einen neuen Kabelbaum sowie eine 6V Drehstrom-Lima "verpasst". In "Rolling Restoration" wird an dem Wagen weiter gearbeitet.